Nach dem Ende des erfolgreichen Einsatzes zur Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia ist der südafrikanische Experte Nick Sloane auf der Insel Giglio wie ein Star gefeiert worden. Sloane hatte den Einsatz mit rund 500 Mitarbeitern koordiniert.

Mit einem langen Applaus und Sirenengeheule im Hafen begrüssten Journalisten und Bewohner der Insel die Rückkehr Sloanes auf Giglio nach seinem spektakulären Einsatz zur Aufrichtung des Wracks. «Ich bin erleichtert und stolz. Jetzt will ich nur noch ein Bier trinken und schlafen gehen», sagte der 52-Jährige nach dem fast 20-stündigen Einsatz.

Von Neuseeland nach Italien

«Ich hatte nicht mit einer solchen Reaktion der Menschen gerechnet», sagte der in Sambia geborene Sloane, der von TV-Mannschaften aus der ganzen Welt interviewt wurde. «Es war wie auf der Achterbahn. Wenige Länder der Welt hätten das zustande bringen können, was für einen Einsatz dieser Grösse notwendig war», sagte er.

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Der Experte, der vom italo-amerikanischen Konsortium Titan-Micoperi mit der Bergung des Wracks beauftragt war, berichtete, dass die Schäden auf der Costa Concordia beträchtlich seien. Jetzt müsse man die Lage überprüfen, um Massnahmen zum Wegschleppen des Schiffes ergreifen zu können. Vorerst wolle er jedoch erst feiern: «Das Team war einfach toll», betonte Sloane.

Sloane war gerade in Neuseeland bei der Bergung des Öltankers «MV Rena» im Einsatz, als der Ruf nach Italien kam. Seitdem ist er auf Giglio damit beschäftigt, die Bergung der Costa Concordia zu organisieren. Sloane kann auf mehr als 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen.

Die Bergung im Zeitraffer