Die Costa Concordia tritt ihre letzte Reise an. Das Bergungsteam hat am Mittwochvormittag mit den letzten Vorbereitungen für die Abfahrt nach Genua begonnen, die gegen 12 Uhr starten sollte. Das Schiff wird von zwei Schleppern zur Verschrottung nach Genua gebracht.

Der Abtransport hätte ursprünglich am Montag beginnen sollen, wurde aber zweimal verschoben, unter anderem wegen schlechten Wetters. Vier Schlepper - zwei am Bug und zwei am Heck - werden die Costa Concordia vorbei an der französischen Insel Korsika nach Genua bringen. Die weiteren Schiffe halten sich zum Einsatz bereit, sollte es zu umweltgefährdenden Zwischenfällen kommen.

350 Kilometer bis nach Genua

Zwölf Personen werden an Bord der Costa Concordia gehen. 350 Kilometer lang ist die Strecke bis nach Genua, die Route könnte jedoch noch kurzfristig angepasst werden, sollte sich die Wettervorhersage ändern.

Mit einer Geschwindigkeit von zwei Knoten (rund 3,7 Stundenkilometer) wird das Schiff entlang der französischen Insel Korsika nach Norden geschleppt. Schiffe der Küstenwache und der italienischen Polizei werden dafür sorgen, dass sich niemand in einem Umkreis von drei Seemeilen unerlaubt dem Costa-Concordia-Konvoi nähert. Auch der Flugraum über dem Gebiet, das vom havarierten Luxusliner befahren wird, wird geschlossen.

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Der technische Leiter der Bergung, Nick Sloane, versicherte, dass es bei der Abschleppung bis zur nördlichen Spitze Korsikas keine Probleme geben sollte. «Danach werden wir auf offener See fahren, das werden die schwierigsten 48 Stunden sein. Wichtig ist es, die Wetterlage genau zu kennen», sagte Sloane. Die Ankunft in Genua wird am Samstagabend erfolgen. Am Sonntagvormittag soll die Costa Concordia in den Hafen einfahren.

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffs waren im Januar 2012 32 Menschen ums Leben gekommen. Unter den 4200 Passagieren waren auch auch 69 Schweizerinnen und Schweizer. Alle konnten sich retten.

(sda/me/sim)