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Das Angebot des Tesla-Chefs: Eine Mondumrundung

Mond: Die Kugel wird zur Feriendestination. Keystone

Elon Musk schafft eine neue Feriendestination: Den Mond. Der US-Unternehmer bietet einen Flug rund um die Kugel an. Schon 2018 soll die Rakete mit zwei Passagieren starten.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat für kommendes Jahr eine Mondumrundung mit zahlenden Weltraumtouristen angekündigt. Die Mission biete Menschen die Gelegenheit, erstmals seit den Mondlandungen in den 70er Jahren «tief in den Weltraum zurückzukehren» sowie schneller «in das Sonnensystem zu reisen, als jemals zuvor», erklärte SpaceX-Chef Elon Musk am Montag. Allerdings muss das Unternehmen die Rakete und die Raumkapsel dafür erst noch testen.

SpaceX sei von zwei Privatpersonen wegen des Weltraumtrips angesprochen worden, teilte Musk mit. Wer die beiden Weltraumtouristen sind, die in der zweiten Jahreshälfte vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral ins All starten sollen, wurde zunächst nicht enthüllt. Laut Musk haben sie bereits eine «beträchtliche» Anzahlung geleistet.

Welttraumtouristen werden getestet

Gesundheitstests und Flugtraining würden im Laufe dieses Jahres beginnen. Musk kündigte dazu weitere Informationen an. Es gebe zudem weitere Teams, die ihr «grosses Interesse» an einer Weltraumreise bekundet hätten und es würden «weitere folgen». Die Weltraumtouristen sollen an Bord einer «Dragon»-Raumkapsel des Unternehmens ins All fliegen. Bisher wird mit «Dragon»-Kapseln Essen, Ausrüstung und Treibstoff zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Der erste Test der «Dragon»-Kapsel für bemannte Missionen steht allerdings noch aus.

Auch die Falcon Heavy-Rakete, die als Trägersystem dienen soll, muss ihren ersten Testflug in diesem Sommer noch absolvieren. In der Vergangenheit hatte SpaceX neben Erfolgen in der Raumfahrt auch immer wieder Rückschläge verbucht, wie den Verlust einer Falcon9-Rakete samt Raumkapsel «Dragon» im Juni 2015.

Guru der High-Tech-Welt

Musk, der ursprünglich aus Südafrika stammt, ist durch seine hochambitionierten Projekte zu einem Guru der High-Tech-Welt geworden. Seine Tesla-Elektroautos gehören zu den innovativsten Fahrzeugen weltweit.

Mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX, das Raketen zu wiederverwertbaren und somit erschwinglichen Transportmitteln machen will, will der 45-Jährige eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten.

Start im 2018

Doch Musks Pläne reichen noch weiter. Im September kündigte er an, dass er ab 2024 etwa hundert Menschen zum Mars schicken wolle, um den Roten Planeten zu besiedeln. Eine unbemannte «Dragon»-Kapsel soll bereits 2018 zum Mars starten.

Das Unternehmen Blue Origin, das vom Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet wurde, hatte etwa zur gleichen Zeit angekündigt, eine neue Rakete namens «New Glenn» zu bauen, die Menschen ins All bringen werde. Bis zu einer Mars-Mission würden aber noch Jahrzehnte vergehen, erklärte Bezos damals.

Auch Branson wittert ein Geschäft

Im Weltraumtourismus hat sich bereits Virgin Galactic des britischen Milliardärs Richard Branson positioniert. Das Unternehmen will zahlungskräftige Kunden ins All fliegen und die Erde aus rund hundert Kilometern Entfernung besichtigen lassen.

Trotz des Preises von 250'000 Dollar haben sich bereits mehr als 600 Menschen auf der Warteliste eingetragen, darunter Prominente wie die US-Schauspieler Leonardo DiCaprio und Ashton Kutcher.

(sda/mbü/gku)

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