1. Home
  2. Vermischtes
  3. «Das Gold ist da draussen»

Abenteuer
«Das Gold ist da draussen»

Zwei Taucher vor der Küste Floridas: Immer wieder werden im Meer Schätze gefunden. (Bild: Keystone)

Profitaucher haben vor der Küste Floridas einen fast 300 Jahre alten Goldschatz gefunden - in nicht einmal fünf Metern Tiefe. Die Chancen auf weitere Funde sind den Entdeckern zufolge «relativ gross».

Veröffentlicht am 05.09.2013

Es war wie in einer Piratengeschichte: Statt alter Bierdosen und Gerümpel hat eine Familie in Florida einen echten Schatz gefunden. Auch nach Jahrhunderten funkelte der Goldschmuck im flachen Wasser.

In nur fünf Meter Tiefe stiessen die Profitaucher auf ein fast 300 Jahre altes Schiffswrack und fanden darin schwere Goldketten, Goldmünzen und einen Goldring. Der Wert des Schatzes wurde mit rund 300'000 Dollar beziffert.

«Die Chancen, einen Schatz zu finden, sind gross»

«Wir sind alle immer noch aufgeregt», sagte Eric Schmitt, Sohn von Schatzsucher Rick Schmitt am Donnerstag. «Es dauert lange, sich darauf einzustellen.» Die Schmitts arbeiten als Subunternehmer für eine Firma, die sich die Rechte zur Schatzsuche im Gebiet gesichert hat. «Die Chancen, einen Schatz zu finden, sind relativ gross», sagte Brent Brisbin, Mitgründer des Unternehmens.

«Das Gold ist da draussen. Aber natürlich ist der Ozean ein sehr grosser Ort, wenn man nicht genau weiss, wo man suchen muss.» Der bisher wertvollste Fund der Schmitts war eine 300 Jahre alte Silberplatte im Wert von rund 25'000 Dollar. Die Familie hatte bereits eine Vorahnung, an diesem Ort fündig zu werden. An genau dieser Stelle tauchten sie aber zum ersten Mal. «Es sah fast aus wie ein kleiner Mondkrater», so Eric Schmitt. Inmitten von sandbedeckten Felsen befand sich ein natürlicher, kleiner Krater. «Da unten gibt es nur sehr wenige Farben, und das Gold glänzte richtig», sagte Eric Schmitt.

Für die Familie hat sich der Fund gelohnt: So darf der Staat Florida zu 20 Prozent des Schatzes behalten und in Museen ausstellen. Der Rest wird zu gleichen Teilen zwischen Brisbins Unternehmen und der Familie aufgeteilt.

Schiffsunglück von 1715

Das Segelschiff war 1715 bei einem Hurrikan mit zehn weiteren Schiffen der spanischen Flotte verunglückt und an die Küste gespült worden. Mehr als 1000 Menschen starben. Gold, Silber und andere Schätze wurden bei dem Unwetter haufenweise auf dem Meeresboden verteilt. Viele Schatzsucher und Historiker vermuten der Firma zufolge, dass an der sogenannten «Treasure Coast» (Schatzküste) bis heute Schätze im Wert von mehreren Millionen Dollar in der Tiefe schlummern.

Auch nach dem Fund, der nach Schätzungen Brisbins bis zu einer halben Million Dollar wert sein könnte, will die Familie weiter nach Schätzen tauchen. «Wir haben uns einen Tag freigenommen», sagte Eric Schmitt, «aber wir werden auf jeden Fall weitermachen, bis uns die Hurrikan-Saison zwingt, vorerst aufzuhören.»

(sda/moh)

Anzeige