Der Vatikan plant nach eigenen Angaben eine digitale Medienoffensive. «Digitale Kanäle werden ausgebaut, um sicherzustellen, dass die Botschaften des Heiligen Vaters mehr Gläubige auf der ganzen Welt erreichen», erklärte der Vatikan am Mittwoch.

Dabei haben die Kirchenoberen explizit junge Menschen als Zielgruppe im Blick. Wie der Vatikan weiter bekannt gab, soll der britische Politiker und Kanzler der Universität Oxford, Chris Patten, einer Kommission zur Ausarbeitung der künftigen Kommunikationsstrategie vorsitzen.

Franziskus liebt Twitter

Patten und zehn weitere Experten aus Deutschland, Frankreich, Mexiko, Singapur und den USA werden den Angaben zufolge in den kommenden zwölf Monaten einen Bericht zur Medienstrategie des Vatikans erstellen. Dabei geht es mutmasslich auch um die künftige Rolle des Senders Radio Vatikan, des TV-Senders CTV und der Zeitung «L'Osservatore Romano». Die Anstalten könnten zu Einsparungen gezwungen und den digitalen Medien untergeordnet werden.

Papst Franziskus gilt als Fan des Kurznachrichtendienstes Twitter, wo viele Millionen Menschen die Beiträge des Pontifex abonniert haben.

(sda/gku)