Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche haben Ermittler im Norden Deutschlands einen spektakulären Waffenfund gemacht. Durch Zufall entdeckten Polizisten in einem Einfamilienhaus im 706-Seelen-Ort Winnert im Bundesland Schleswig-Holstein kistenweise Panzerfäuste, Handgranaten und Maschinenpistolen. Unter anderem lagerten in dem Haus knapp 90 Kilogramm des Sprengstoffs TNT.

«Ausserdem beschlagnahmten die Beamten 40 Langwaffen, darunter ein Maschinengewehr, diverse Kurzwaffen, 2 Panzerfäuste und eine Landmine russischer Herkunft», sagte die Flensburger Oberstaatsanwältin am Mittwoch. Eine Handgranate musste bereits am Dienstag noch vor Ort kontrolliert gesprengt werden.

Im Garten vergraben

Bei dem Besitzer handelt es sich um einen 35-Jährigen, der keinerlei Vorstrafen hat. «Der Hintergrund ist völlig unklar», sagte die Oberstaatsanwältin. Gegen ihn wird wegen eines möglichen Verstosses gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Die sichergestellten Waffen und die Munition stammten vorwiegend aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Munition soll teilweise im Garten vergraben gewesen sein.

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Erst in der vergangenen Woche hatte der Fund eines Wehrmachts-Panzers vom Typ Panther im Keller einer Villa in Heikendorf bei Kiel, ebenfalls Schleswig-Holstein, Aufsehen erregt. Mit Hilfe von Bergepanzern der Bundeswehr hatte die Staatsanwaltschaft die Waffen beschlagnahmt.

(sda/ise)