Erstmals ist ein Deutscher an den Folgen der Atemwegserkrankung Mers gestorben. Der 65-Jährige habe sich im Februar auf der Arabischen Halbinsel mit dem Virus infiziert, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium am Dienstag in Hannover mit.

Die Mers-Infektion, wegen der der Mann wochenlang in einem Krankenhaus in Osnabrück behandelt wurde, sei aber überwunden gewesen. In einem Krankenhaus in Ostercappeln sei er am 6. Juni an einer anderen, darauf folgenden Erkrankung der Lunge gestorben. Eine Übertragung von Mers auf andere Personen habe verhindert werden können.

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Mers-Welle in Korea

Derzeit sorgt eine Mers-Infektionswelle in Südkorea international für Beunruhigung. Seit dem Ausbruch vor mehr als drei Wochen haben sich dort rund 150 Menschen infiziert, 16 sind gestorben. Die Gefahr einer Ausbreitung in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) aber gering, da sich die Krankheit bis auf wenige Ausnahmen auf die Arabische Halbinsel beschränke und nur durch engen Kontakt zu infizierten Personen übertragbar sei.

In Deutschland gab es bislang zwei weitere Mers-Fälle: 2012 und 2013 wurden Patienten aus Katar und den Emiraten in Deutschland behandelt. Einer von ihnen starb.

(reuters/ise/hon)