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Kriminalität
Drogenboss bei Gesichts-OP geschnappt

Ein Wagen des mexikanischen Geheimdienstes: Einsatz gegen Drogenboss. CC/flickr

Der mexikanische Drogenboss David «Der Teufel» Garza Ávila wollte sich das Gesicht operieren lassen, um nicht mehr erkannt zu werden. Doch genau dadurch kam der Geheimdienst auf seine Spur.

Veröffentlicht am 04.08.2016

Um nicht geschnappt zu werden, hat ein mutmasslicher Drogenboss in Mexiko sich das Gesicht umoperieren lassen wollen - doch just der Termin beim Schönheitschirurgen brachte den Geheimdienst auf seine Spur. David Garza Ávila – genannt «Der Teufel» – sei am Montag nahe Naucalpan, einem Vorort von Mexiko-Stadt, gefasst worden, teilte die nationale Sicherheitskommission am Mittwoch mit. Mit ihm seien drei weitere Verdächtige festgenommen worden.

Der 28-jährige Ávila «kam für eine Gesichts-OP, damit man ihn nicht mehr identifizieren kann», verlautete aus einer Quelle der Sicherheitskommission. «El Diablo» soll für den Drogenschmuggel des so genannten Golf-Kartells aus dem Bundesstaat Tamaulipas in die USA verantwortlich sein. Der Mann ist berüchtigt wegen seines aufbrausenden Temperaments. Er soll in mehreren Städten Hinrichtungen angeordnet haben. Es ist nicht der erste Drogengangster, der sich mittels einer Gesichts-OP den Sicherheitsbehörden entziehen wollte. 1997 war der mächtige Clanchef Amado Carillo Fuentes alias «Der Herr des Himmels» bei einer solchen Operation gestorben.

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