Die Mediziner im Kampf gegen Ebola sind nach Ansicht des New Yorker Magazins «Time» die «Personen des Jahres» 2014. Das Journal verkündete am Mittwoch, dass die Ärzte und Pfleger auf dem nächsten Titelbild der Zeitschrift geehrt würden.

«Es sind Ärzte, die nicht einmal aufgaben, als ihre Kollegen erkrankten und starben. Es sind Schwestern, die Menschen halfen, während sie selbst in Schlamm, Erbrochenem und Fäkalien standen», hiess es von der Redaktion.

Institution seit 1927

Die «Time»-Redaktion würdigt seit 1927 jedes Jahr die einflussreichsten Persönlichkeiten des Weltgeschehens. Im vergangenen Jahr war es Papst Franziskus.

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«Sie sind die, die geantwortet haben, als um Hilfe gerufen wurde», würdigte die Zeitschrift die Ebola-Helfer. Der Krankheitsherd sei Afrikas Ground Zero. Die Mediziner hätten gekämpft, obwohl sie oft unfreundlich, ja feindlich empfangen worden seien.

Stellvertretend für Hunderte Helfer schilderte das Magazin die Geschichten von einigen Ärzten und Schwestern, Erkrankten und Gesunden, Männern und Frauen, Einheimischen und westlichen Helfern.

Putin als Zweitplatzierter

Es gab auch Zweitplatzierte, zum Beispiel Russlands Präsident Wladimir Putin («Der Imperialist»), Kurdenführer Masud Barzani und «Alibaba»-Gründer Jack Ma. Bei der Nennung geht es nicht um eine Würdigung oder Unterstützung, es geht schlicht um den grössten Einfluss in den vergangenen zwölf Monaten.

So gehörten auch Adolf Hitler und Josef Stalin, der sogar zweimal, in den vergangenen 87 Jahren zu den «Menschen des Jahres». Der Erste war 1927 Atlantikflieger Charles Lindbergh.

(sda/ise)