Digitale Kunstwerke von Andy Warhol sind auf einem 30 Jahre alten Computer in den USA entdeckt worden. Der Pop-Art-Künstler hatte die Bilder 1985 auf einem Amiga-Computer gemacht, dort wurden sie aber vergessen.

Erst jetzt, 27 Jahre nach Warhols Tod, machten Experten die Bilder wieder zugänglich, wie das Andy-Warhol-Museum in Pittsburgh bestätigte.

Commodore, längst untergegangener einstiger Primus unter den Heimcomputern, hatte Warhol (1928-1987) gebeten, mit dem Amiga-Computer ein bisschen zu experimentieren, um die Leistung der Grafikkarte zu demonstrieren.

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Digital verfremdet

Warhol tat es, die Diskette verschwand aber im Archiv. Ein Warhol-Fan entdeckte zufällig bei Youtube ein Filmchen, in dem Warhol an den digitalen Bildern arbeitet. Mit anderen Enthusiasten machte er sich auf die Jagd und fand schliesslich die Disketten.

Experten eines Computerlabors machten die Bilder schliesslich wieder sichtbar. Warhols Bilder zeigen vertraute Objekte seiner Arbeit: Marilyn Monroe, die berühmte Suppendose und sich selbst.

Alles ist aber digital verfremdet, in unwirklichen Farben wiedergegeben oder wie mit einem Neonstift skizziert. Insgesamt soll es sich um 23 Bilder handeln, alle digital vom Meister signiert.

(sda/chb)