Ehebruch soll in Südkorea künftig nicht mehr als Verbrechen geahndet werden können. Die seit 62 Jahren geltende Gesetzesregelung zum Verbot des Ehebruchs sei verfassungswidrig, entschied das Verfassungsgericht in Seoul am Donnerstag.

Sieben von neun Richtern hätten für die Abschaffung der Regelung votiert, teilte eine Sprecherin mit. Das Gesetz sei unvereinbar mit den Persönlichkeitsrechten, lautete die Begründung.

Konfuzianistische Traditionen

Das noch stark von konfuzianistischen Traditionen geprägte Südkorea war bisher neben Nordkorea und Taiwan eines von drei asiatischen Ländern, die Ehebruch unter Strafe stellten, wie südkoreanische Medien schrieben. Ehebruch konnte in Südkorea mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden.

(sda/me/ama)