Beim Frontalzusammenstoss zweier Nahverkehrszüge nahe der österreichischen Stadt Graz ist ein Lokführer ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte schwer verletzt. Menschliches Versagen führte vermutlich zum Unglück.

Die Züge der Steiermärkischen Landesbahnen fuhren am Mittwochmorgen auf einer eingleisigen Strecke gegeneinander, wie der Geschäftsführer der Bahngesellschaft, Helmut Wittmann, mitteilte. Einer der beiden Lokführer habe offenbar ein Haltesignal übersehen.

Mehr als 150 Rettungskräfte

Laut einem Feuerwehrsprecher fuhren beide Züge mit «mittlerer» Geschwindigkeit und konnten noch kurz vor der Kollision bremsen. Mehrere Personen wurden «massiv eingeklemmt». Der zweite Lokführer und eine Passagierin wurden mit schwersten Verletzungen ins Spital geflogen. Mehr als 150 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu bergen.

Das Landeskriminalamt Steiermark nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt auf. Die Gespräche zwischen Fahrdienstleiter und Lokführer wurden aufgezeichnet und müssen ausgewertet werden.

(sda/ise)