Die Suchmannschaften haben bislang noch keine Teile der verschollenen Passagiermaschine in Südostasien finden können. Auch die Suche nach einem Objekt, das am Vortag aus der Luft gesichtet worden war und wie eine Flugzeugtür ausgesehen haben soll, sei erfolglos geblieben.

«Der Bericht konnte nicht bestätigt werden», sagte der Direktor der malaysischen Luftverkehrsbehörde, Azharuddin Abdul Rahman, am Montag vor der Presse in Kuala Lumpur. «Wir haben nichts finden können, das so aussieht, als wenn es ein Teil des Flugzeugs wäre», sagte Rahman.

Viele Spekulationen

Von den Ölspuren, die entdeckt worden seien, seien Proben genommen und ins Labor gebracht worden. Ergebnisse der Untersuchungen stünden noch aus. Es gebe viele Berichte über Teile im Meer, aber bislang habe nicht bestätigt werden können, das eins von dem Flugzeug stamme.

Die Ermittlungen gingen «in alle Richtungen», sagte der Direktor auf Fragen nach einem möglichen terroristischen Hintergrund oder Flugzeugentführung. Wenn ein Flugzeug auf diese Weise verschwinde, gebe es viele Spekulationen von Experten.

Zwie Männer im Fokus

«Wir rätseln genauso», sagte Rahman. «Um zu bestätigen, was wirklich passiert ist, brauchen wir klare und konkrete Beweise oder Teile des Flugzeugs.» Er versicherte, dass kein unbegleitetes Gepäck an Bord gewesen sei.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Männer, die mit gestohlenen europäischen Pässen nach Peking eingecheckt hatten. Beide sind von Überwachungskameras gefilmt worden. Nach Angaben des malaysischen Innenministers Datuk Seri Zahid Hamidi hatten sie «asiatische Gesichtszüge», wie die Nachrichtenagentur Bernama berichtete.

Grosse Verwunderung

Er zeigte sich verwundert, dass den Passbeamten nichts verdächtig vorgekommen sei, da beide auch europäische Namen hatten. Ihre Pässe waren nicht über die internationale Polizeiorganisation Interpol überprüft worden.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am frühen Samstagmorgen (MEZ) von den Radarschirmen verschwunden. Sie war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, vermutet wird ein Absturz im Südchinesischen Meer. An Bord der Maschine waren 239 Personen.

(sda/reuters/dbe)