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Ex-ABB-Chef Barnevik will 10 Millionen Stellen schaffen

Percy Barnevik kassierte bei ABB 148 Millionen Abgangsentschädigung - und gab 90 Millionen zurück. (Bild: Keystone)

Percy Barnevik setzt sich hohe Ziele: Der ehemalige ABB-Chef hat angekündigt, innert zehn Jahren 10 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. Um das zu erreichen, habe er selber 50 Millionen Dollar investi

Veröffentlicht am 25.06.2012

Der ehemalige ABB-Chef Percy Barnevik hat sich der Wohltätigkeit verschrieben. Mit seiner Organisation «Hand in Hand» will er innert zehn Jahren 10 Millionen neue Stellen schaffen. Das erlöse zusammen mit den Familien der Beschäftigten 50 Millionen Menschen aus der Armut.

Seine Stiftung verfüge bereits über weltweit 800'000 Stellen etwa in Afghanistan, Indien, Afrika und Brasilien, sagte der Schwede Barnevik in einem Gespräch mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps».

«Hand in Hand» hat ein Budget von 20 Millionen Dollar. Zweck der Organisation ist die Schaffung von Stellen und Projekten, die von der Abfallbehandlung bis zum Bau billiger Wohnungen reichen.

Barnevik erklärte in dem Gespräch mit der Zeitung, er habe 50 Millionen Dollar aus seinem Pensionsfonds in «Hand in Hand» gesteckt. Zu der Organisation gehören demnach rund 50'000 Freiwillige und 4000 angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Angestellten kümmern sich um Ausbildung, Training und Mikrokredite.

Abgangsentschädigung sorgt für Empörung

Diese Angestellten stammten aus Indien oder Südafrika. Ihr Gehalt sei ein Zehntel des im Westen üblichen, erklärte Barnevik. Private Entwicklungshilfe sei der öffentlichen überlegen. Staaten würden nicht über Personal verfügen, welches die Lage vor Ort kenne.

Der 71-jährige Barnevik leitete acht Jahre lang den schwedischen Asea-Konzern. Nach der Fusion mit der schweizerischen Brown Boveri zu ABB führte er den neuen Konzern von 1988 bis 1996 und war anschliessend bis 2001 Verwaltungsratspräsident.

Seine Abgangsentschädigung sorgte mit einer Höhe von 148 Millionen Franken für einen öffentlichen Aufschrei. Später gab Barnevik 90 Millionen Franken zurück.

(tno/vst/sda)

 

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