Bei einem Schiffsunglück vor der Westküste von Myanmar sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zwölf weitere Passagiere würden noch vermisst, teilte die örtliche Polizei am Sonntag mit. Starke Strömung behinderte die Suche nach ihnen.

«Hunderte Menschen helfen bei der Suche, doch starke Strömung macht die Bergung fast unmöglich», sagte Polizeisprecher Thein Naing der Nachrichtenagentur AFP. «Wir werden weitersuchen, bis wir jeden gefunden haben.»

Völlig überladen

Die Fähre «Aung Takon 3» war offenbar völlig überladen, als sie am Freitagabend auf der Fahrt von Kyaukphyu nach Sittwe in rauer See unterging. Offiziell waren 214 Menschen an Bord. Doch könnten zahlreiche Passagiere mitgereist sein, die auf keiner Liste standen - das ist im Schiffsverkehr des südostasiatischen Staates gerade in den ärmeren Küstenregionen nicht ungewöhnlich.

«Wir wissen nicht, wie viele Menschen noch vermisst werden, da es an Bord einige Passagiere ohne Fahrkarte gab», sagte der Anwohner Hla Shwe. Der Lokalpolitiker Maung Lone erklärte, Schätzungen zufolge seien 300 Menschen an Bord gewesen. «Viele Leichen sind noch nicht aufgetaucht.»

Viele Unfälle in Myanmars Schiffahrt

In Myanmar sind zahllose Menschen in den Küstenregionen und an den Flüssen auf Fähren angewiesen, die jedoch oft schlecht oder kaum gewartet werden. 2008 waren 38 Menschen ums Leben gekommen, als ihre Fähre auf dem Fluss Yway untergegangen war. Die Region, in der die «Aung Takon 3» unterging, ist für ihre gefährlichen Gewässer bekannt.

(sda/gku)

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