1. Home
  2. Vermischtes
  3. Falschgeld in «industriellem Ausmass» sichergestellt

Falschgeld in «industriellem Ausmass» sichergestellt

Nicht nur Geldscheine werden gefälscht, sondern auch englische Pfund-Münzen (hier echte Exemplare) (Bild: Keystone)

Die britische Polizei hat bei einer Razzia so viel gefälschtes Münzgeld beschlagnahmt wie noch nie zuvor. Scotland Yard spricht vom Versuch, das britische Währungssystem zu unterhöhlen. Auch in Kanada

Veröffentlicht am 25.05.2012

Die britische Polizei hat bei einer Razzia falsche Münzen und Rohlinge im Rekordwert von 4,1 Millionen Pfund sichergestellt. Das entspricht etwa 7,6 Millionen Franken. Es handle sich um den grössten Fund von falschem Münzgeld, der jemals in Grossbritannien gemacht wurde, teilte Scotland Yard mit.

«Dies ist ein beachtlicher Schlag gegen das kriminelle Netzwerk, das dahintersteckt», sagte Bruce South, von der Anti-Falschgeld-Einheit bei Scotland Yard. Die Kriminellen versuchten, das britische Währungssystem zu unterhöhlen, indem sie Falschgeld in «industriellem Ausmass» herstellten.

Die Münzen seien in drei Anwesen in Enfield, Herts und Essex sowie in zwei Fahrzeugen im Raum Essex gefunden worden, hiess es. Die Polizei geht davon aus, dass sich Falschgeld aus den Händen der gleichen Kriminellen bereits in Umlauf befindet. Wo die Münzen geprägt wurden, konnte die Polizei zunächst nicht herausfinden.

Bei der Razzia seien drei Männer im Alter von 52, 43 und 27 Jahren festgenommen worden. Ihnen werde die Herstellung von Falschgeld sowie Geldwäsche und Betrug vorgeworfen.

Blüten von hoher Qualität

Kanadische Behörden stellten derweil mehr als 1 Million Dollar in gefälschten US-Banknoten sicher. Der mutmassliche Fälscherring habe Blüten hergestellt, die nahezu nicht von echten Banknoten zu unterscheiden seien, teilte die kanadische Polizei mit.

Bei den Razzien in sechs Objekten in Trois-Rivieres und Drummondville in der Provinz Quebec seien am Mittwoch vier Personen festgenommen worden, hiess es.

An den Ermittlungen war auch der US-Geheimdienst Secret Service beteiligt. Ob die Festgenommenen in Kanada oder den USA wegen Herstellung, Besitz und Vertrieb von gefälschten Banknoten vor Gericht gestellt werden, blieb zunächst unklar.

(tno/vst/sda)

Anzeige