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Fussball
Fifa-Film hat 30 Millionen Franken gekostet

Sepp Blatter und Gérard Depardieu: Gemeinsam für den Fifa-Film in Cannes.   Keystone

Gemeinsam präsentieren Gérard Depardieu und Sepp Blatter den Fifa-Film, der parallel zur Fussball-WM starten soll. Über den Inhalt wird wenig spekuliert, dafür umso mehr über die Finanzierung.

Von Stefan Barmettler
am 21.05.2014

Neben diversen Grazien schritten am vergangenen Wochenende am Filmfestival in Cannes zwei Schwergewichte über den roten Teppich: Schauspieler und Weinhändler Gérard Depardieu sowie Fifa-Präsident und Heimweh-Walliser Sepp Blatter. Die beiden brachte «United Passions» zusammen, ein Film, der die Geschichte der Fédération Internationale de Football Association (Fifa) nachzeichnet.

Dépardieu spielt im Film den früheren Fifa-Präsidenten Jules Rimet, Blatter wird von Tim Roth gespielt. Aktuell begeistert der britische Schauspieler das Publikum als Cal Lightman in der TV-Serie «Lie to me». Inhaltlich gibt das Œuvre wenig zu reden. Viel gemunkelt wird allerdings über die Finanzierung des Films. «United Passions» wird grossteils von der Fifa getragen. Gemäss britischen Medienberichten kostete die Produktion gegen 30 Millionen Franken.

Fifa-Sitz von Zürich nach Paris

Davon soll der Fussballverband 24 Millionen bestritten haben. Die Fifa selber äussert sich zur Finanzierung nicht. Das Epos wird Ende Juni, also während der Fussball-WM in Brasilien, Premiere feiern. Es erinnert daran, dass die Fifa 1904 in Paris gegründet wurde. Die historische Stätte reizt Michael Platini, derzeit Präsident des europäischen Fussballverbands Uefa. Der Franzose, der die Ambition hat, Blatter nächstes Jahr als Fifa-Präsident zu beerben, will den Verbandssitz von Zürich zurück nach Paris verlegen.

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