Die Flugsicherung Skyguide hat für den abgestürzten F/A-18-Kampfjet eine Flughöhe angeordnet, die für den Startsektor zu tief war. Das teilte die Militärjustiz am Dienstag mit. Ob das der Grund für den Absturz war, ist nicht restlos geklärt.

Fest steht, dass der Flugverkehrsleiter die Unglücksmaschine nach dem Start auf einer Höhe von 3050 Meter über Meer fliegen liess. Die Mindestflughöhe für diesen Startsektor liegt jedoch bei 4360 Meter über Meer.

Reaktion des Piloten wird untersucht

Weshalb der Flugverkehrsleiter diese Flughöhe angeordnet habe und welchen Einfluss dies auf den weiteren Verlauf des Fluges hatte, sei Gegenstand der Untersuchung, heisst es in einer Mitteilung der Militärjustiz. Auch die Reaktion des Piloten auf die Anordnung wird noch untersucht. Es sei noch zu früh, sich auf eine bestimmte Variante des Unfallhergangs und der Unfallursache festzulegen.

Die einsitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe war am 29. August im Sustengebiet verunglückt. Das Flugzeug war um 16.01 Uhr in Meiringen BE zu einem Trainingsflug gestartet. Um 16.05 Uhr verlor die Einsatzzentrale den Kontakt zum Piloten. Der Kampfjet stürzte in der Umgebung des rund 3440 Meter hohen Gipfels Hinter Tierberg ab. Der 27-jährige Berufsmilitärpilot kam beim Unglück ums Leben.

(sda/me/ama)

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