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Landwirtschaft
Französische Wildenten mit Vogelgrippe infiziert

Wildenten: Die Wasservögel sind als Überträger gefürchtet. Keystone

Die neue Vogelgrippe-Variante H5N8 ist erstmals in Frankreich nachgewiesen worden. Europaweit steigt die Nervosität der Behörden. Auch die Schweiz ist möglicherweise bedroht.

Veröffentlicht am 28.11.2016

In Frankreich ist ein erster Fall der derzeit europaweit kursierenden Vogelgrippe nachgewiesen worden. Das Pariser Landwirtschaftsministerium meldete am Montag den Fund der hochansteckenden H5N8-Variante bei 20 Wildenten in der Nähe von Calais im Norden des Landes.

Die Tiere wurden als Lockvögel für die Jagd genutzt. Die Behörden töteten die Enten des Bestands. Frankreich hatte wegen Fällen in Nachbarländern Mitte November die Risikostufe heraufgesetzt und Sicherheitsmassnahmen verschärft.

Zugvögel verteilen die Krankheit

Ende 2015 hatte Frankreich nach mehreren Vogelgrippe-Fällen des Erregers H5N1 die Ausfuhr von lebendem Geflügel und Eiern aus dem französischen Südwesten verboten. Die Behörden wollen eine solche Situation dieses Jahr unbedingt verhindern.

In der Schweiz ist das Vogelgrippe-Virus erstmals Anfang November am Bodensee aufgetaucht. Die hochansteckende Krankheit wird von Zugvögeln verschleppt, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen. Der Bund hat deshalb Schutzmassnahmen für Hausgeflügel angeordnet.

(sda/gku/cfr)

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