Schokolade galt damals noch als Arzneimittel. «Es gab recht scharfe Gesundheitswarnungen», sagt Kate Loveman. Die britische Forscherin untersuchte die Gebrauchsgewohnheiten im Grossbritannien des 17. Jahrhunderts. Magen, Herz und Lungen könnten beim Konsum des Genussmittels beeinträchtigt werden, so die damalige Meinung über die braune Süssigkeit. Ein Arzt habe vor Schlaflosigkeit, exzessiver Schleimproduktion und Hämorroiden nach dem Verzehr von Schokolade gewarnt, erzählte Loveman dem Nachrichtenportal des Senders BBC.

Bei ihren Nachforschungen zu Schokolade entdeckte die Literaturwissenschaftlerin von der Universität Leicester auch eine Rezeptsammlung von 1668. Sie gehörte Edward Montagu, dem Earl of Sandwich. Auf 30 Seiten werden darin Vorschläge gemacht, wie man das neue Genussmittel zubereiten kann. Darin verbirgt sich eine kleine Überraschung

Schokolade kostete ein Vermögen

Schon damals wurden offenbar Kaltgetränke hergestellt, die den Frappucinos ähneln, welche heute bei Starbucks Standard sind. Sie galten damals noch als grosser Luxus, wie Loveman festhält. Denn zur Herstellung brauchte es - aus damaliger Sicht - Hochtechnologie. Zudem kostete auch Schokolade noch ein Vermögen.

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Die Zutaten des Frappucinos des 17. Jahrhunderts waren Schokolade, Schnee und ein bisschen Salz.  «Man schüttle den Schnee zusammen für einige Zeit», steht im antiken Rezept. «Es ist kein Schokoladeeis, sondern eher eine sehr feste, dunkle Version der gefrorenen Schokoladendrinks, die man heute in Cafés erhält», so Loveman.