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Erkenntnis
Fürs Recycling ist PET sinnvoller als Plastik

PET-Flaschen: Sie können gut wiederverwertet werden. Keystone

Eine neue Studie stellt den Nutzen des Kunststoff-Recyclings in Frage: Plastikabfälle können deutlich schlechter wiederverwertet werden als etwa PET-Flaschen.

Veröffentlicht am 14.07.2017

Plastiksammeln liegt im Trend. Im Vergleich zum Recycling von PET-Flaschen schneidet es aber deutlich schlechter ab. Gemäss einer wissenschaftlichen Studie steht hohe Kosten ein relativ geringer Umweltnutzen gegenüber.

Nicht zuletzt auf Druck aus der Bevölkerung sind in den letzten Jahren neben den PET-Sammlungen vielerorts Sammelsysteme für Kunststoffabfälle entstanden. Im Auftrag des Bundes, von acht Kantonen und verschiedenen Verbänden haben die Hochschule Rapperswil SG und die Basler Firma Carbotech Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme untersucht.

Nur ein Teil kann recycliert werden

Weil die Plastikabfälle oft sehr verschieden zusammengesetzt und stark verschmutzt sind, kann nur ein Teil davon recycliert werden. Der nicht verwertbare Teil wird aussortiert und in Zementwerken oder Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt. Dabei wird Energie in Form von Strom und Wärme zurückgewonnen.

Die Studie kommt zum Schluss, dass das Verhältnis von Kosten und Nutzen beim separaten Einsammeln von Kunststoff in der Schweiz bei etwa einem Drittel der Effizienz des PET-Recycling-Systems liegt. Eine neue Sammlung stifte zwar einen ökologischen Nutzen, der Betrieb des Systems sei aber teuer.

Begrenzter ökologischer Nutzen

Die Autoren haben errechnet, dass der potenzielle ökologische Nutzen einer neuen Kunststoffsammlung pro Person und Jahr etwa der Einsparung einer Autofahrt von 30 Kilometern entspricht. Zudem ist die Entsorgung im Kehrichtsack mit rund Franken 250 pro Tonne deutlich billiger als jene mit einer neuen Kunststoffsammlung und -verwertung, die auf rund 750 Franken pro Tonne zu stehen kommt.

Das Fazit der Studienautoren: «Mit dem Kunststoffrecycling wird ein vergleichsweise geringer Umweltnutzen ziemlich teuer erkauft.» Ihre Erkenntnisse sollen nun als Grundlage für die weiteren Diskussionen und politischen Entscheide über das Thema dienen.

(sda/mbü)

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