Im Visier standen ein Spielervermittler und ein brasilianischer Fussballer des FC Wohlen. Sie wurden nun von der Aargauer Staatsanwaltschaft wegen Urkundenfälschung und Täuschung der Behörden mittels Strafbefehl verurteilt. Der  Spieler erhielt für seine Dienste beim Challenge-League-Klub einen Monatslohn von 3000 Franken. Dies wurde ihm so mittels Vertrag bescheinigt. Dem Migrationsamt des Kantons Aargau aber legte der FC Wohlen einen Vertrag mit einer Lohnsumme von 3800 Franken vor.

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Grund für die Trickserei der Vereinsverantwortlichen war, dass fremdenpolizeiliche Bewilligungen erst ab einem Monatslohn von 3800 Franken ausstellt werden. Der Fall flog jedoch auf, als der Brasilianer via Zeitung «Blick» mit seinem doppelten Vertrag an die Öffentlichkeit ging. Das Migrationsamt des Kantons Aargau reichte darauf bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten eine Strafanzeige ein. Diese verurteilte die vier Beteiligten zu Geldstrafen in Höhe von je 90 Tagessätzen sowie Bussen zwischen 700 und 3600 Franken. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

(sda/se/aho)