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Verschwunden
Geflüchtete Aufseherin meldet sich per Video

Gefängniswärterin Angela Magdici (32) floh im Februar mit dem Häftling Hassan Kiko (27) Keystone

Am 9. Februar floh eine Aufseherin mit einem Häftling aus dem Gefängnis Limmattal. Jetzt hat sich die Frau per Video zu Wort gemeldet - und nennt den Häftling den «Mann ihres Lebens».

Veröffentlicht am 21.03.2016

Die Aufseherin, die im Februar einen Häftling aus dem Gefängnis Limmattal im zürcherischen Dietikon befreit hatte und mit ihm geflüchtet war, hat sich mit einer Video-Botschaft gemeldet. Diese tauchte am Montagmorgen auf dem Onlineportal 20minuten.ch auf.

Die Gefängnisaufseherin befindet sich seit dem 9. Februar zusammen mit einem Häftling auf der Flucht. Seither wurde in Medienberichten darüber spekuliert, ob die Frau noch am Leben und weshalb sie mit dem verurteilten Sexualstraftäter geflohen ist.

Polizei wertet Material aus

In der vom 16. März datierten Video-Botschaft erklärt die 32-Jährige nun, dass die Liebe der Grund für ihre Flucht sei, der 27-jährige syrische Häftling sei «der Mann ihres Lebens». Bei ihrer Familie entschuldigt sich die Frau, dass sie «so klammheimlich und ohne etwas zu sagen» verschwunden sei.

Auch der geflohene Häftling kommt im Video zu Wort. Er kritisiert darin vor allem die Haftbedingungen im Gefängnis Limmattal. Ausserdem beschwert er sich über seinen Verteidiger, den Richter und den Staatsanwalt.

Ermittlungen laufen

Bei der Zürcher Kantonspolizei hat man erst seit Kurzem Kenntnis vom Video. «Wir haben die Aufnahmen von 20minuten erhalten», sagte Kapo-Sprecher Beat Jost auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man werde das Material nun auswerten und schauen, ob man Rückschlüsse daraus ziehen könne, wo das Video gedreht wurde.

Von polizeilicher Seite gebe es keine neuen Informationen. «Wir sind immer noch am Ermitteln», sagt Jost. Details könnten keine bekanntgegeben werden, da sonst die Ermittlungen gefährdet würden.

Kurz nach der Flucht hatte die Kantonspolizei mitgeteilt, dass sich die beiden Flüchtigen mit einem schwarzen Personenwagen BMW X1 nach Italien begeben haben könnten. Das Paar wurde auch international zur Fahndung ausgeschrieben.

(sda/cfr/mbü)

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