Führende saudiarabische Geistliche haben die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satirezeitung «Charlie Hebdo» verurteilt. Die Zeichnungen verletzten die Gefühle von Muslimen und würden nicht das gewünschte Ziel erreichen, erklärte der Rat der höchsten Religionsgelehrten am Freitag nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur SPA.

«Das dient Extremisten, die nach Rechtfertigungen für Mord und Terrorismus suchen.» Religiöse Heiligtümer und Symbole dürften nicht verunglimpft werden.

Darstellung des Propheten ist grundsätzlich verboten

Eine Woche nach dem tödlichen Attentat auf «Charlie Hebdo» hatten die überlebenden Redakteure am Mittwoch in der ersten Ausgabe nach dem Anschlag erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht. Dies kritisierten Muslime in zahlreichen Staaten. Nach Ansicht vieler Gläubiger sind Darstellungen des Propheten Mohammed grundsätzlich verboten.

Die Regierung in Riad hatte den Anschlag auf «Charlie Hebdo» in der vergangenen Woche verurteilt. Heftige Kritik an den Karikaturen blieb bisher aus. Der Botschafter des Landes nahm auch an einem Trauermarsch für die Opfer des Anschlages teil.

(reuters/ise)