Der Entführer, der ein Flugzeug der Ethiopian Airlines am Montagmorgen zur Landung in Genf zwang, hat in der Schweiz Asyl beantragen wollen. Nach der Landung stieg er aus einem Cockpitfenster aus und leistete keinen Widerstand.

Beim Entführer handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um den Co-Piloten des Flugzeugs, einen 31-jährigen Äthiopier, sagte Eric Grandjean, Mediensprecher der Genfer Polizei, vor den Medien am Flughafen in Genf.

Passagiere wurden nicht informiert

Er nutzte offenbar eine kurze Abwesenheit des Chefpiloten, um sich im Cockpit zu verschanzen. Er war offenbar nicht bewaffnet. Die Passagiere seien nicht darüber informiert worden, dass es sich um eine Entführung handelte.

Das Flugzeug war von zwei Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter aus Italien begleitet worden. Der Entführer gab an, sich in seinem Land in Gefahr zu befinden. Er beabsichtigt, in der Schweiz Asyl zu beantragen.

Der Entführer werde nun im Verlauf des Tages von der Staatsanwalt befragt, sagte der Genfer Oberstaatsanwalt Olivier Jornot. Ein Gericht müsse danach entscheiden, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.

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(sda/vst)