Sänger Herbert Grönemeyer hat die Entscheidung von U2, ihr neues Album über Apple zu verschenken, scharf kritisiert: «Ich kenne Bono ziemlich gut. Aber ich muss sagen, als ich das gehört habe, war ich geschockt», sagte er auf dem Reeperbahnfestival.

«So eine Aktion von einer so grossen Band, deren Mitglieder alle Millionäre sind, ist respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen.» Dies gelte gerade in heutigen Zeiten, in denen es darum gehe, der Musik wieder einen Wert zu geben.

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500 Millionen geschenkt

Apple hatte das neue U2-Album «Songs of Innocence» kürzlich nicht nur seinen 500 Millionen Kunden geschenkt, sondern auch ungefragt in deren Mediatheken platziert und damit jede Menge Protest ausgelöst.

Grönemeyer, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler und Chef der Plattenfirma «Grönland Records», erklärte zudem, kein Fan von Streaming-Angeboten oder des neuen Videodienstes Netflix zu sein: «Das ist, wie wenn Du zehn Euro zahlst und dafür in allen Hamburger Restaurants essen darfst. Das ist völlig verrückt.»

(sda/chb)