Am Abend der Einweihung der Hamburger Elbphilharmonie ist ein weiteres Prestigeprojekt der Basler Architekten Herzog & de Meuron einen wichtigen Schritt weiter gekommen: Das neue Stadion für den Londoner Chelsea FC bekam am Mittwoch von den Lokalbehörden grünes Licht.

Der Hammersmith and Fulham Council unterstützt die Pläne, die den Abbruch des heutigen Stamford Bridge Stadions mit 41'600 Plätzen bedeuten, wie der Homepage des Chelsea FC zu entnehmen ist. Der neue Stadionkomplex mit Mantelnutzung soll dereinst Platz für 60'000 Besucher bieten. Noch stehen einige Detailplanungen und Bewilligungen aus.

500-Millionen-Pfund

Zum 500-Millionen-Pfund-Projekt, das einen ganzen Strassenblock im Quartier im Londoner Westen ausfüllt, gehört auch ein eigener grosszügiger Zugang zur nahen U-Bahn-Station. Wird der Komplex gebaut, muss der aktuelle Premier-League-Leader Chelsea FC während der Arbeiten rund drei Jahre lang Heimspiele auf einem anderen Rasen austragen.

Herzog & de Meuron haben neben diversen Kulturbauten auch bereits einige Fussballstadien auf ihrer langen Referenzliste. Darunter sind das Pekinger Vogelnest-Olympiastadion, die Münchner Allianz Arena, das neue Stadion in Bordeaux und der Basler St. Jakob-Park.

Im Herzen eines Quartiers

Jacques Herzog - selber bekennender Fussballfan und regelmässiger Gast beim FC Basel - lässt sich auf der Website seines Unternehmens mit der Aussage zitieren, dass englische Stadien speziell reizvoll seien wegen ihrer Atmosphäre und Geschichte. Stamford Bridge stehe im Herzen eines Quartiers und sei eng ins Alltagsleben eingebettet.

(sda/cfr/gku)

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