Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat bislang unveröffentlichte Tagebücher hinterlassen. «Da ist noch Einiges zu erwarten», sagt der Leiter des Günter Grass-Hauses in Lübeck, Jörg-Philipp Thomsa in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Bis zuletzt habe Grass seiner Sekretärin aus Tagebüchern diktiert, die aus der Zeit um 1995 stammten. Damals war Grass von Berlin nach Lübeck gezogen. Diese Tagebücher habe Grass, der am 13. April im Alter von 87 Jahren starb, wohl noch veröffentlichen wollen, sagte der Museumschef. Die Nachlassverwalter müssten entscheiden ob sie alle Tagebücher veröffentlichen. «Ich weiss nicht, ob Grass Sperrfristen vorgegeben hat», fügte Thomsa hinzu.

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70 unbekannte Grafiken

Rund 70 unbekannte Grafiken von Grass werden im Herbst in Lübeck erstmals öffentlich gezeigt. «Es handelt sich um Anfang der 1950er Jahre entstandene Arbeiten, die 2014 in einem früheren Haus von Grass in Düsseldorf entdeckt wurden», sagte Thomsa.

Die Graphiken sind Thema einer Sonderausstellung, die am 4. Oktober in dem von der Kulturstiftung der Stadt Lübeck getragenen Grass-Haus - einem Forum für Literatur und bildende Kunst - startet.

(sda/dbe)