Für die Gastgeberländer ist der Eurovision Song Contest nicht nur eine Gelegenheit sich zu präsentieren. Für den jährlich in einem anderen Land ausgetragenen Musikwettbewerb werden auch substanzielle Ausgaben fällig.

Schweden, welches den Wettbewerb 2013 beherbergt, will den hohen Ausgaben jetzt ein Ende setzen, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Nachdem Aserbaidschan im vergangenen Jahr 45 Millionen Dollar springen liess, soll das Budget heuer bloss noch 20 Millionen betragen.

Bezahlbar auch für arme Länder

Schweden spart an allen Enden: Die Beleuchtung soll ebenso zurückgefahren werden wie die Zuschauerzahl und die Anzahl Proben vor der eigentlichen Show. Auch die zusätzlichen Ausgaben sollen sich im Rahmen halten. Während sich Aserbaidschan allein das Stadion 100 Millionen Dollar kosten liess, hat die Stadt Malmö für Aktivitäten rund um den

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 Eurovision Song Contest 4 Millionen Dollar eingeplant.

Der Grund für den Sparkurs im reichen Schweden sei, dass sich auch kleine Länder mit knappem Budget die Show noch leisten können sollen, sagte Martin Österdahl, Produzent der diesjährigen Show, dem «Wall Street Journal». Wenn ihre Vertreter in die vorderen Ränge kämen, bekämen Länder mit Finanzproblemen «zittrige Knie», so ein Vertreter der Schwedischen Organisatoren.

Verschiedene Länder hätten wegen der knappen Budgets dieses Jahr abgesagt - die Kosten eines Sieges wären zu hoch, heisst es in der US-Zeitung. Namentlich Bosnien, Polen, Portugal und die Slowakei wird man bei der Ausgabe 2013 des Eurovision vergeblich suchen.

(jev/tno)