Der Jubelschrei am Dienstagabend beim Public-Viewing in der Postfinance-Arena ist laut, als Derek Roy das Siegestor für den SCB schiesst. In der Berner Innenstadt ist von der Freude der Eishockey-Fans über den 14. Meistertitel der «Mutzen» aber nicht viel zu sehen.

Die Meisterfeier in der Postfiance-Arena beginnt in der 52. Spielminute: SCB-Stürmer Derek Roy luchste dem Lugano-Spieler Maxim Lapierre den Puck ab und versenkt diesen eiskalt zum gewinnbringenden 3:2 für Bern. Beim Public-Viewing in der Berner Postfinance-Arena gibt es ab diesem Moment kein Halten mehr.

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«Wär nid gumpt, dä isch kei Bärner»

«Wär nid gumpt, dä isch kei Bärner» skandieren die mehreren tausend anwesenden Fans – und hüpfen dabei. Schliesslich ist die Freude der SCB-Fans so gross, dass nicht einmal mehr gepfiffen wird, wenn Lugano-Coach Doug Shedden auf dem Bildschirm auftaucht.

Nach dem Ende der Partie machen die Fans auch keine Anstalten, die Postfinance-Arena zu verlassen, sondern feiern einfach weiter. Wer die Ankunft der Meister-Mannschaft abwarten will, braucht aber einen langen Atem: Zwischen 3 und 4 Uhr sollen die SCB-Spieler im Berner Stadion eintreffen, wie der Stadion-Speaker sagt. Das Spiel fand in Lugano statt.

Party-Meile bald verwaist

Ausserhalb von der Postfinance-Arena ist von der Meisterfeier nicht viel zu sehen. Bereits eine halbe Stunde nach Abpfiff ist die Aarbergergasse verwaist. In Berns Party-Meile haben einige Bars das Spiel auf Grossleinwänden gezeigt. Der Andrang war aber auch während des Spiels überschaubar, wie ein Augenschein zeigte.

Auch auf dem Bahnhofsplatz sucht man vergebens nach feierenden SCB-Fans. Das einzige Hup-Konzert, das zu vernehmen ist, richtet sich an eine Gruppe Fussgänger, welche die Strasse unerlaubterweise überquert.

«Meischter, Schwizer Meischter»

Dafür ertönt das obligate «Meischter, Schwizer Meischter» von einer Bar in der Bahnhofsunterführung. Der beachtliche Lärmpegel lässt sich jedoch auf eine kleine Gruppe dreier Männer zurückführen, welche sich die für Parolen geeignete Akustik der Unterführung zunutze macht.

Doch auch diese drei Fans müssen schon bald das Feld räumen. Um Punkt 23.30 Uhr beendet eine Mitarbeiterin die Feier und schliesst die Bar.

(sda/ise/mbü)