Überflutete Strassen, rutschende Hänge und unterbrochene Bahnverbindungen: Kurzer aber heftiger Regen hat am Freitagabend und in der Nacht auf Samstag von Freiburg bis Glarus für Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt.

Besonders betroffen war der Kanton Freiburg, wo es am Freitagabend gegen 19 Uhr zu einem Erdrutsch kam. Zwischen 150 und 200 Kubikmeter Erdreich und rund 30 Bäume lösten sich aus einer Felswand und verschütteten die Strasse nach Bürglen, wie die Freiburger Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Die Strasse wird vorerst gesperrt bleiben, bis ein Geologe die Hangstabilität vor Ort untersucht hat.

Diverse Wassereinbrüche in Wohnhäuser

Bereits am Freitagnachmittag war in Charmey ein Bach über die Ufer getreten und hatte die Jaunpassstrasse zwischen Charmey und Im Fang verschüttet. Die Strasse blieb während der Aufräumarbeiten für über sieben Stunden gesperrt. Auch das Untergeschoss eines Wohnhauses wurde unter Wasser gesetzt. Die Polizei verzeichnete auf dem ganzen Kantonsgebiet 19 Wassereinbrüche in Wohnhäuser, vorwiegend in den Bezirken Saane und Sense.

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Im Kanton Bern drang laut Auskunft der Polizei in zwei Fällen Wasser in Keller von Gebäuden ein. In Biel stürzte zudem ein Baum auf ein abgestelltes Auto. Verletzt wurde niemand.

Im Kanton Luzern war am Abend ein Erdrutsch beim Viadukt auf die Kantonsstrasse zwischen Wolhusen und Entlebuch niedergegangen. Auf der Kantonsstrasse zwischen Sempach und Hildisrieden sorgte noch am morgen Wasser auf der Fahrbahn für Verkehrsbehinderungen.

Die Messstelle Entlebuch von Meteoschweiz verzeichnete um 21.00 Uhr eine Niederschlagsmenge von über 12 Millimetern. Bei der Luzerner Polizei waren am Abend zahlreiche Unwettermeldungen eingegangen.

Auch weiter östlich waren die starken Regenfälle - in Weesen SG fielen um Mitternacht rund 16 Millimeter Niederschlag - spürbar. So musste etwa die Zugstrecke zwischen Uznach SG und Ziegelbrücke wegen Hochwassers vorübergehend gesperrt werden. Nach 6 Uhr verkehrten die Züge wieder planmässig.

(sda/chb)