Zum Teil fiel in der Schweiz innert 24 Stunden mehr als die Hälfte der üblichen Mai-Niederschläge.

Die Aussichten veranlassten MeteoSchweiz vor intensivem Dauerregen zu warnen. Im Unterwallis und im Chablais wurden Niederschlagsmengen von 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter erwartet, was der zweithöchsten Warnstufe entspricht, wie aus der Mitteilung von MeteoSchweiz hervorging.

Meteonews meldete am Freitagabend denn auch hohe Regenmengen im waadtländischen La Dôle, wo 90 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden. Normalerweise fallen im Mai in der Region insgesamt 155 Liter Regen. Grenchen SO wurde mit 78 Litern begossen, Wynau BE mit 70 Litern.

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Auch in Bern strömte es aus Kübeln: Insgesamt mass der Wetterdienst 44 Liter pro Quadratmeter. In Zürich Kloten und Basel waren es 41 Liter. In Tänikon TG und auch in Sitten wurden je 30 Liter festgestellt. Stellenweise sind gemäss meteonews in nur 24 Stunden 40 bis 70 Prozent der gesamten Mai-Niederschläge gefallen.

Ab Samstagmorgen sollen die Niederschläge gemäss MeteoSchweiz allmählich wieder abklingen. Aber weitere, zum Teil anhaltende Niederschläge sollen zwischen Sonntagnacht und -nachmittag fallen. Dabei seien zusätzlich noch 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter bei einer Schneefallgrenze zwischen 2500 bis 2800 Metern zu erwarten.

Flusspegel sind bereits angestiegen

Die Flüsse auf der Alpennordseite haben auf die seit Donnerstagabend gefallenen Niederschläge bereits reagiert und sind leicht angestiegen, wie dem Naturgefahrenbulletin des Bundes vom Freitagabend zu entnehmen ist.

Für den Rhein von der Mündung Aare bis Mündung Ergholz und weiter bis Basel besteht erhebliche Hochwassergefahr. Ansonsten gilt auf der Alpennordseite mässige Hochwassergefahr.

Einzelne kleinere und mittlere Flüsse zeigten für die Jahreszeit erhöhte Abflüsse, während die Pegelstände der Seen noch mehrheitlich den saisonalen Mittelwerten entsprachen.

(sda/chb)