Der Betreiberkonzern der Atomruine im japanischen Fukushima hat rund um die Reaktoren eine unterirdische Eisbarriere geschaffen. Die gefrorene Erde solle die Kontaminierung des Grundwassers eindämmen, teilte der Konzern Tokyo Electric Power (Tepco) am Donnerstag mit.

Wegen der Eisbarriere soll weniger Wasser in die stark verseuchten Kellerräume der Gebäude fliessen. Tepco hatte 2014 mit der Errichtung der rund 1,5 Kilometer langen und etwa 30 Meter tiefen unterirdischen Sperre begonnen. Die Arbeiten endeten im Februar.

Hohe Kosten

Das beispiellose Projekt kostete rund 300 Millionen US-Dollar Steuergelder. Am Mittwoch hatten Japans Behörden Tepco die Inbetriebnahme genehmigt. Die Regierung hofft auf baldige Erfolge, wie Regierungssprecher Yoshihide Suga mitteilte.

Am 11. März 2011 war es in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gekommen.

(sda/ise)