Das Geschäft mit zeitgenössischer Kunst läuft so gut wie nie zuvor: Bei Auktionen sind binnen eines Jahres weltweit Werke im Rekordwert von 2,05 Milliarden Dollar verkauft worden.

Der Umsatz zwischen Juli 2013 und Juli 2014 lag um 40 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das auf Kunstmärkte spezialisierte französische Unternehmen Artprice am Dienstag in Paris mitteilte. Untersucht wurde, wie sich Werke von nach 1945 geborenen Künstlern bei Versteigerungen verkauften.

58 Millionen für «Balloon Dog»

«Aus historischer Sicht ist bedeutsam, dass zeitgenössische Kunst von 1970 bis zum Ende der 90er Jahre der Schwachpunkt im Kunstmarkt war», sagte Artprice-Chef Thierry Ehrmann. Inzwischen habe sich zeitgenössische Kunst als «bedeutsames Segment» im Kunstmarkt etabliert. Sie macht demnach 15 Prozent der Umsätze bei der Versteigerung von Kunstwerken aus. Befeuert wird der Markt unter anderem durch die wachsende Nachfrage aus China.

Wie sehr der Markt boomt, zeigt eine Rekordauktion vom November 2013: In New York wurde ein «Balloon Dog» - eine Skulptur, die aussieht wie ein aus verknoteten Luftballons geformter Hund - des US-Künstlers Jeff Koons bei einer Auktion für 58,4 Millionen Dollar versteigert. Es ist der höchste Preis, den ein Werk eines zeitgenössischen Künstlers jemals erzielte.

(sda/gku)

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