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Wechsel
Jetzt ist es offiziell 2014 - am anderen Ende der Welt

In der Schweiz werden die letzten Vorbereitungen für den Rutsch ins Neue Jahr getroffen. In anderen Teilen der Welt hat 2014 bereits begonnen.

Veröffentlicht am 31.12.2013

Mehr als 15'000 Kilometer östlich von der Schweiz feierten auf den Line-Inseln gut 8000 Inselbewohner um 11.00 Uhr Schweizer Zeit das neue Jahr, ebenso der Pazifikstaat Samoa.

Es ist erst das dritte Mal, dass die Samoaner unter den ersten Neujahrs-Begrüssern sind. Das Land wechselte 2011 auf die andere Seite der Datumsgrenze. Eine Stunde später lief um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr Schweizer Zeit) auf einem riesigen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm von Neuseelands grösster Stadt Auckland der Countdown. Die Organisatoren schütteten vier Tonnen Sand in der Innenstadt auf, um für gute Party-Stimmung zu sorgen. Auckland hat 1,5 Millionen Einwohner.

Nach heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen in den vergangenen Tagen spielte gerade rechtzeitig zum Feiern auch das Wetter mit: es gab laue Sommertemperaturen. Auf der Südhalbkugel fällt der Jahreswechsel in den Sommer. Die Hauptstadt Wellington sparte ihr Silvesterbudget in diesem Jahr für ein Picknick am Neujahrstag auf. Das fand die Stadtverwaltung familienfreundlicher. Die Line-Inseln gehören mehrheitlich zum Inselstaat Kiribati. Früher verlief die internationale Datumsgrenze, die sich am 180. Längengrad orientiert, mitten durch Kiribati. Der westliche Teil war immer einen Tag voraus. 1995 wurde die Datumsgrenze an dieser Stelle verschoben, so dass Kiribati seitdem ein einheitliches Datum hat.

Neujahrsbälle und selbst gemachte Kanonen

In Samoa wird Silvester ganz westlich mit grossen Neujahrsbällen und Privatpartys gefeiert. In ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern faga'ofe, selbst gemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Nachbarn halten Wettbewerbe ab, wer am lautesten feuern kann.

Samoa liess 2011 den 30. Dezember ausfallen. Das ganze Land stellte die Uhren 24 Stunden vor und begrüsst das neue Jahr deshalb nicht mehr als Schlusslicht, sondern als einer der Ersten. Der Grund: Samoa hat enge Beziehungen zu Australien und Neuseeland und wollte in derselben Datums- und Zeitzone wie die Handelspartner agieren. Vor dem Wechsel fing in Australien und Neuseeland bereits eine neue Arbeitswoche an, während auf Samoa der Sonntag begann. Das erschwerte Geschäfte.

(sda/se)

 

 

 

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