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Job im Paradies seit Jahren unbesetzt

Tristan da Cunha: Paradies im Atlantik - pfarrerlos. (Bild: Nasa)

Die britische Insel Tristan da Cunha im Südatlantik gilt als paradiesisch schön. Doch seit Jahren sucht sie vergeblich einen Pfarrer. Das Paradies scheint für Kirchenväter nicht gut genug zu sein.

Veröffentlicht am 15.04.2013

Im Jahre 2010 verliess der letzte Pfarrer die vulkanische Insel im Südatlantik, die zum Vereinigten Königreich gehört. Der Archipel Tristan de Cunha liegt im Atlantik zwischen Afrika und Argentinien. Der kürzeste Weg ans Festland misst mindestens 2800 Kilometer. Das Klima ist tropisch, die Stimmung ländlich, die Arbeitsbelastung überschaubar, die Natur grandios.

Da sollte man eigentlich meinen, dass das Pfarrhaus zu einer der begehrtesten Adressen für Pfarrer gehört. Der Pfarrhausgarten gefüllt mit farbigen Vögeln und krächzenden Papageien – so die Vorstellung vom unberührten Paradies in den Weiten des Meeres. Doch auf Tristan da Cunha sind vor allem Pinguine zu Hause. Entsprechend schwierig gestaltet sich laut der britischen Zeitung «The Independent» die Besetzung des Jobs im Paradies.

Trotz mehrerer Stellenanzeigen ist es der Diözese in Kapstadt nicht gelungen, die Pfarrstelle zu besetzen. Auf der Insel mit dem 2060 Meter hohen Vulkan Queen Mary’s Peack leben 280 Menschen, die vom neuen Pfarrer betreut sein wollen.

«Interesse an Musik»

Wer Interesse an dem Job hat, muss verschiedenste Fähigkeiten mit sich bringen. So sollte der ideale Kandidat das Orgelspiel beherrschen und in der Schule unterreichen können. Zudem sollte er aktiv und energisch sein. Auf der Webseite von Tristan da Cunha heisst es, der Kandidat für die Stelle solle «ein grosses Interesse an der Kirchenmusik haben. Die Fähigkeit, ein Instrumnet zu spielen wäre von Vorteil.»

Drei Jahre sucht der Archipel bereits. Länger gesucht haben die Vorfahren auf der Insel um 1909. Damals soll die Pfarrersuche ganze 13 Jahre gedauert haben.

(tke/se)

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