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Konkursfall
Justiz verhandelt erneut über Xamax-Pleite

Bulat Tschagajew: Klubpräsident bis zur Pleite. Keystone (Bild aus Dezember 2011)

Die Pleite des traditionsreichen Fussballklubs Neuchâtel Xamax beschäftigt erneut die Neuenburger Richter. Der Angeklagte Bulat Tschagajew bleibt dem Prozess fern.

Veröffentlicht am 25.09.2017

Die Neuenburger Justiz befasst sich heute Montag erneut mit der Xamax-Pleite – ein weiteres Mal in Abwesenheit des Angeklagten Bulat Tschagajew. Der frühere Präsident des FC Neuchâtel Xamax hatte Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt.

Das Neuenburger Regionalgericht hatte den Tschetschenen 2016 wegen ungetreuer Geschäftsführung und Misswirtschaft sowie wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, die Hälfte davon unbedingt. Der Verteidiger Tschagajews, Dimitri Iafaev, hatte einen Freispruch verlangt.

Konkurs im 2012

Tschagajew focht das erstinstanzliche Urteil an. Er blieb dem Berufungsprozess vor dem Kantonsgericht aber bereits am 17. Mai fern. Sein Anwalt verlangte damals, dass der Fall zurück ans Regionalgericht geschickt wird, weil Tschagajew am zweiten Tag der Verhandlung vor der ersten Instanz nicht habe teilnehmen können. Sein Klient hätte nicht in Abwesenheit verurteilt werden dürfen. Das Kantonsgericht wies die Forderung der Verteidigung ab und legte die Fortsetzung des Berufungsprozesses auf den 25. September fest.

Unter der Führung des Tschetschenen Bulat Tschagajew war der Fussballclub Neuchâtel Xamax am 26. Januar 2012 innerhalb von acht Monaten Konkurs gegangen. Zurück blieb ein Schuldenberg von 20,1 Millionen Franken. Tschagajew bestreitet seine Schuld.

(sda/ise/mbü)

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