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Terror
Kalaschnikow-Angriff auf Polizisten in Marseille

Terror in Frankreich: Die Schüsse von Marseille wecken Erinnerungen an Paris. Keystone

In der französischen Hafenstadt Marseille haben Unbekannte am Montag nach Berichten mehrerer französischer Medien um sich geschossen. Frankreichs Ministerpräsident ist derzeit in Marseille.

Veröffentlicht am 09.02.2015

In Marseille haben Vermummte am Montag mit Kalaschnikow-Gewehren auf einen Polizeiwagen geschossen. Der Zwischenfall habe sich im Norden der französischen Hafenstadt ereignet, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur Reuters. Nach unterschiedlichen Informationen wurde auf Polizisten oder in die Luft geschossen.

 Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, es sei niemand verletzt worden. Elite-Polizisten waren auf dem Weg zum Tatort. Einsatzkräfte riegelten die Zufahrtstrassen in den Bezirk La Castellane ab.

Zum Zeitpunkt der Tat hielt sich auch Ministerpräsident Manuel Valls in der Metropole am Mittelmeer auf. Auf seiner Agenda standen unter anderem Gespräche über den Rückgang der Kriminalitätsrate in Frankreichs zweitgrösster Stadt.

Erinnerung an «Charlie Hebdo»

In Frankreich herrschen seit den islamistisch motivierten Angriffen auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» und einen jüdischen Supermarkt in Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Bei den Anschlägen waren Anfang Januar 17 Menschen getötet worden. Auch die drei Attentäter kamen um.

Vor einer Woche hatte ein 30-Jähriger zwei Soldaten in Nizza mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Die Soldaten sollten eine jüdische Einrichtung schützen.

(sda/ise/ama)

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