Im Streit um höhere Löhne haben in Kambodscha die meisten Textilfabriken geschlossen. Zwei Drittel der 600 000 Beschäftigten seien nicht am Arbeitsplatz, sagte Kong Athit von der Textilarbeitergewerkschaft am Montag. Einige Fabriken werden bestreikt, bei anderen haben die Fabrikbesitzer die Arbeiter aus Protest ausgeschlossen. Wilde Streiks hätten die Unternehmer zu dem Schritt gezwungen, teilte der Verband der Textilhersteller mit.

Mehr als 30 000 Arbeiter nahmen an Protestmärschen teil, berichteten Lokalmedien. Die Regierung hatte den Mindestmonatslohn gerade von 80 auf 95 US-Dollar – umgerechnet 85 Schweizer Franken – erhöht, aber die Gewerkschaften fordern mindestens 160 Dollar.

Der Textilsektor ist die grösste Exportindustrie Kambodschas mit Einkünften von mehr als fünf Milliarden Dollar in diesem Jahr. Die Branche liefert vor allem in die USA und nach Europa.

(awp/moh)

 

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