Der Zürcher Regierungsrat will keine Autokennzeichen mit den attraktiven Nummern «ZH 1» bis «ZH 999» produzieren und versteigern lassen. Er will damit verhindern, dass der Erlös aus der Versteigerung von Schildern mit vier- und fünfstelligen Nummern einbricht.

Im Kanton Zürich werden seit 2006 Autokennzeichen mit tiefen Zahlen zwischen «ZH 1000» bis «ZH 9999» und besondere Zahlenkombinationen wöchentlich elektronisch versteigert. Das Strassenverkehrsamt erzielt damit jedes Jahr Einnahmen von rund 2,5 bis 3 Millionen Franken, wie der Regierungsrat in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf eine Anfrage von Thomas Vogel (FDP, Illnau-Effretikon) ausführt.

Luxusgüter

Wie Kunstgegenstände, exklusive Sportwagen oder Motoryachten stellten Kontrollschilder mit tiefen Zahlen eigentliche Luxusgüter dar. Der hohe Preis, der damit erzielt werde, könne getreu dem italienischen Sprichwort «le cose rare sono le più care» nur mit dem knappen Angebot erklärt werden.

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Sollten auch die Kontrollschilder «ZH 1» bis «ZH 999» hergestellt und versteigert werden, dürften laut Regierungsrat die Einnahmen für Schilder mit vierstelligen Nummern nachhaltig einbrechen. Schilder mit fünfstelligen Nummern würden seiner Ansicht nach sogar so sehr an Attraktivität verlieren, dass sie kaum mehr mit nennenswertem Erlös versteigert werden könnten.

Auf der Strasse liegendes Geld

Allein schon aus marktwirtschaftlichen Gründen dränge es sich derzeit nicht auf, die Schilder «ZH 1» bis «ZH 999» in Umlauf zu bringen. Mit der Möglichkeit, «attraktive» Kontrollschilder zu versteigern, hole der Kanton «das Maximum aus dem auf der Strasse liegenden Geld heraus».

Im Kanton Zürich sind die Nummern «ZH 1» bis «ZH 999» für Händler reserviert und werden mit der Zusatzbezeichnung U ausgegeben. Wenn nun auch noch normale Kontrollschilder mit diesen tiefen Nummern ausgegeben würden, bestünde nach Ansicht des Regierungsrates eine nicht zu unterschätzende Verwechslungsgefahr.

(chb/tke/sda)