Der in den USA angeklagte deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom muss vorerst nicht ins Gefängnis. Ein Richter in Neuseeland lehnte am Montag den Antrag der Ankläger ab, ihn bis zum Auslieferungsverfahren im Juni nächsten Jahres in Untersuchungshaft zu nehmen.

Er sehe keine Anzeichen dafür, dass Dotcom fliehen könnte, sagte der Richter nach Angaben der Zeitschrift «National Business Review». «Mega und ich sind frei», twitterte Dotcom wenig später.

Comeback angekündigt

Mega ist die neue Tauschplattform, die Dotcom gründete, nachdem die Amerikaner seine Plattform Megaupload abgeschaltet hatten. Sie werfen ihm vor, dass Nutzer darauf im grossen Stil Material herunterluden und teilten, ohne für Urheberrechte zu zahlen. Sie wollen ihm den Prozess machen. Kim Dotcom lebt seit 2010 in Neuseeland.

Der nächste Justizstreit lauert in Hongkong, wie Kim Dotcom auf Twitter weiter schrieb. Sollte er diesen Rechtsstreit gewinnen, werde er zwei Milliarden Dollar Schadenersatz fordern. Beinahe im gleichen Twitter-Atemzug kündigte er an: «I'm on fire. I'm going to kick some ass in 2015. Watch me!»

 

 

 

(sda/ise/ama)

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