Das gefährliche Klimaphänomen El Niño ist nach Expertenangaben mit voller Wucht zurückgekehrt. Es werde sich zum Ende des Jahres wahrscheinlich noch verstärken und im Südpazifik zu extremen Wetterlagen mit womöglich schlimmen Folgen für die Anrainerstaaten führen.

Davor warnte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf. «Dieser El Niño ist der stärkste seit mehr als 15 Jahren», sagte WMO-Generaldirektor Michel Jarraud. «Die tropischen und suptropischen Zonen erleben bereits schwere Dürreperioden und zerstörerische Überschwemmungen, die den Stempel El Niños tragen.»

Ökonomische Folgen

Ein Grund dafür, dass das Phänomen immer stärker wird, ist laut Jarraud die Erderwärmung, die massgeblich durch den Ausstoss von Treibhausgasen verursacht wird.

El Niño (spanisch für «der Junge, das Kind») nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet, nämlich zur Weihnachtszeit. Er stammt von peruanischen Fischern, die den Effekt aufgrund der dadurch ausbleibenden Fischschwärme wirtschaftlich zu spüren bekommen.

(sda/ise/hon/chb)