In Köln ist die parteilose Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl, Henriette Reker, ist bei einem Messerangriff schwer verletzt worden. Am Samstagmorgen ging ein Mann auf einem Wochenmarkt an einem Informationsstand der CDU mit einem Messer auf Reker und vier weitere Menschen los.

Das sagte ein Polizeisprecher in Köln der Nachrichtenagentur AFP. Reker und eine weitere Person seien schwer verletzt worden, auch die anderen drei Angegriffenen befänden sich in ärztlicher Behandlung. Die Politikerin sei nach dem Vorfall ansprechbar gewesen. Sie ist ausser Lebensgefahr.

Angreifer festgenommen

Bei dem Angreifer handelt es sich laut dem Polizeisprecher um einen 44 Jahre alten Mann, der umgehend festgenommen wurde. Die Tat ereignete sich im westlichen Stadtteil Braunsfeld. Zum Hintergrund des Angriffs gab es zunächst keine Informationen.

Reker, derzeit Sozialdezernentin in Köln, ist eine der aussichtsreichen Kandidaten bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag. Die parteilose Politikerin wird von Grünen, CDU und FDP unterstützt.

Auswirkungen auf Wahl unklar

Neben Reker werden auch dem SPD-Mann Jochen Ott Chancen auf das Amt attestiert. Insgesamt treten am Sonntag sieben Kandidaten an. Die ursprünglich für den 13. September geplante Wahl war wegen fehlerhafter Stimmzettel um fünf Wochen verschoben worden.

Unklar war zunächst, welche Folgen das Attentat für die am Sonntag anstehende Wahl hat. Die Stadt und die Wahlkampfleitung nahmen Beratungen auf. Eine Stadtsprecherin sagte, laut Wahlrecht könne eine Wahl nur beim Tod eines Kandidaten abgesagt werden.

(sda/gku)