Eine weitere Etappe der gross angelegten Restaurierung des Kolosseums in Rom ist geschafft. Am Freitag zogen Italiens Regierungschef Renzi, Kulturminister Franceschini und der Schuh-Unternehmer und Geldgeber Diego Della Valle am Freitag eine Zwischenbilanz.

Die Arbeiten seien «mit grosser Vernunft» und nach höchsten wissenschaftlichen Massstäben erfolgt, sagte Franceschini laut der Nachrichtenagentur Ansa. Nun ist die äussere Restaurierung des Kolosseums abgeschlossen.

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Weniger Streit gewünscht

Über das Engagement Della Valles, der Inhaber des Luxuskonzerns Tod's ist und die Mittel für die 25 Millionen Euro teure Restaurierung zur Verfügung stellt, hatte es zähen Streit gegeben.

«Es ist eine schöne Sache für Italien, ein gutes Signal», sagte Della Valle laut Ansa. «Dieses Denkmal repräsentiert das Land.» Auch Renzi und sein Minister lobten die Unterstützung des Unternehmers. «Wir müssen aufhören mit den Streitereien über das kulturelle Erbe Italiens», sagte Renzi. Die Mittel dafür – öffentliche wie private – seien da.

Zwei Jahre für die nächste Etappe

Das zwischen 70 und 80 nach Christus erbaute Kolosseum wurde in der Antike von römischen Kaisern als Austragungsort öffentlicher Hinrichtungen und blutiger Sportereignisse genutzt. Gladiatorenkämpfe fanden hier vor bis zu 50'000 Zuschauern statt.

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde das Amphitheater nicht mehr gebraucht und im sechsten Jahrhundert nach einem verheerenden Erdbeben teilweise abgerissen. Deswegen sieht es heute unvollständig aus. Als nächstes soll das Innere des Amphitheaters erneuert werden. Die Arbeiten dürften laut Franceschini bis 2018 dauern.

(sda/jfr/ama)