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Konstanz: Acht Mafia-Mitglieder festgenommen

Handschellen: Acht mutmassliche Mafia-Mitglieder wurden in Konstanz verhaftet. Flickr (Symbolbild)

Der Bodenseeraum gilt als Rückzugsgebiet der italienischen Mafia 'Ndrangheta. Nun haben die deutschen Behörden zugeschlagen. Acht mutmassliche Mitglieder wurden in Konstanz verhaftet.

Veröffentlicht am 07.07.2015

Spezialkräfte der Polizei haben am Dienstag am Bodensee acht mutmassliche Mafia-Mitglieder festgenommen. Bei der Aktion in den frühen Morgenstunden im Kreis Konstanz waren auch italienische Ermittlungsbehörden aus Kalabrien beteiligt.

Die Männer im Alter zwischen 40 und 69 Jahren sollen der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta angehören, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Die Polizei nahm in Italien zeitgleich zwei weitere Mitglieder dieser Gruppierung fest.

Rückzugsraum Bodensee

Die kalabrische 'Ndrangheta gilt als eine der mächtigsten Mafiaorganisationen Europas. Der Bodensee soll Rückzugsraum für Mafia-Clans sein. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass in Deutschland lebende Gruppierungen Straftaten vor allem im Ausland begehen.

Bei Wohnungsdurchsuchungen in Baden-Württemberg fanden die Polizeikräfte am Dienstag teils scharfe Schusswaffen – Gewehre, eine sogenannte Pumpgun, Pistolen und Revolver mit Munition.

Auslieferung nach Italien

Die am Bodensee festgenommenen Italiener sollten noch am Dienstag vor einen Ermittlungsrichter kommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe berichtete. Geplant ist, sie nach Italien auszuliefern.

Bereits im März 2011 hatten LKA-Ermittler im Rahmen einer internationalen Aktion im Landkreis Konstanz fünf Italiener festgenommen.

(sda/ise)

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