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Islamabad
Kopfgeld auf «Charlie Hebdo»-Eigentümer

«Charlie Hebdo»: 12 Mitarbeitende starben. Keystone

Ein Parlamentarier in Pakistan ruft dazu auf, den Besitzer des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» umzubringen - und will dafür zahlen. Eine Zeitung vermutet dahinter eine PR-Aktion.

Veröffentlicht am 04.02.2015

Ein pakistanischer Politiker hat ein Kopfgeld auf den Besitzer des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» ausgesetzt. Der Oppositionspolitiker Ghulam Ahmed Bilour bot 200'000 Dollar für die Ermordung des Eigentümers, berichtete die Zeitung «Dawn».

Den Erben der drei Attentäter von Paris versprach er zudem während einer Parlamentssitzung in Islamabad Unterstützung in Höhe von 100'000 Dollar. Vor drei Jahren hatte er bereits ein Kopfgeld in dieser Höhe auf den Autoren eines anti-islamischen Videos im Internet angeboten. Dieser tauchte unter.

Geht es nur um Medienaufmerksamkeit?

Die Zeitung spekulierte, der Ex-Minister von der säkulären Awami National Party (ANP) habe damit Medienaufmerksamkeit erhaschen wollen. Sollte er die Belohnung tatsächlich aus seinem Vermögen bezahlen, blieben ihm noch ganze 87'000 Dollar, berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben des Politikers aus dem letzten Wahlkampf.

Bei dem Anschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» in Paris starben Anfang Januar 12 Mitarbeitende des Blatts.

(sda/tno/ama)

 

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