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Flucht
«Kopfgeld» auf entflohene Lachse ausgesetzt

Eine Lachzucht in einem Fjord. Zuchtlachse sind vor den Weihnachtstagen gefragte Delikatesse. (Bild: Keystone)

Zuchtlachse enden meist im Räucherkamin als Sushi oder Frischfisch im Kühlregal. In Norwegen haben nun einige Fische die Gunst eines Herbststurmes zur Flucht genutzt. Der Züchter will sie zurück.

Veröffentlicht am 18.11.2013

Nach der Flucht tausender Lachse aus einer Aufzuchtfarm in Norwegen hat der Betreiber ein «Kopfgeld» auf die Tiere ausgesetzt. Für jeden lebend zurückgebrachten Lachs werde eine Belohnung von 60 Euro gezahlt, erklärte das Unternehmen Marine Harvest.

Zugleich liess es rings um den Ort des Geschehens zusätzliche Netze anbringen, um die Flüchtlinge einzufangen. Die Tiere hatten ein Unwetter am Wochenende zur Flucht genutzt.

Durch den heftigen Wind kam es vor der Westküste Norwegens zu hohen Wellen und Schäden an den im Meer verankerten Netz-Gehegen - wodurch die Lachse entkommen konnten. Wie viele der insgesamt 127'000 Zuchttiere genau die Flucht ergriffen, war noch unklar.

Entkommene Zuchtlachse sind ein grosses Problem für das Öksystem, weil sie sich mit Wildlachsen paaren und deren Genmaterial dadurch verändern.

(sda/tke/aho)

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