Nach einem Ausbruch der Legionärskrankheit mit bislang mindestens zehn Toten müssen alle Wasserkühltürme auf New Yorks Dächern überprüft und desinfiziert werden. Dies soll in den kommenden zwei Wochen geschehen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio.

Beim bislang schlimmsten Ausbruch der Legionärskrankheit in der Millionenmetropole sind in den vergangenen Wochen bereits rund 100 Menschen erkrankt, alle im Süden der Bronx. In fünf Wasserkühltürmen in dieser Gegend wurden die Bakterien entdeckt.

Gefahr für die Lunge

Diese Stäbchenbakterien kommen in Oberflächengewässern und im Grundwasser vor. Die Bakterien können die Lungen von Menschen befallen, wenn kleinste Wasserteilchen eingeatmet werden. Häufige Infektionsquellen sind Duschen, Whirlpools oder Klimaanlagen.

Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius bieten den Erregern ideale Bedingungen. In kühlerem Wasser vermehren sie sich nur langsam. Wie gefährlich Legionellen werden können, hängt auch von der Empfindlichkeit der Betroffenen ab. Gefährdet sind vor allem Ältere, Raucher und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die Legionärskrankheit war 1976 in den USA entdeckt worden, als nach einem Treffen von Kriegsveteranen in Philadelphia zahlreiche Teilnehmer erkrankten.

(sda/dbe/ama)