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Monterrey
Mexikanische Häftlinge lebten in Luxus-Zellen

Topo-Chico-Gefängnis: Diese Zellen zählen vermutlich zu den schlichteren Ausgaben. Keystone

Aquarien, Flachbildschirme, Saunen: Im Gefängnis von Monterrey wurden fürstlich ausgestattete Zellen gefunden. Letzte Woche starben dort bei einer Revolte 49 Menschen.

Veröffentlicht am 15.02.2016

Nach der Gefängnisrevolte in Mexiko mit 49 Toten haben die Behörden «Luxus-Zellen» mit Aquarien, Riesen-Flachbildschirmen und Saunen entdeckt. Die Direktorin, ein Mitglied der Gefängnisverwaltung sowie ein Wachmann der Haftanstalt wurden festgenommen.

Ihnen werde unter anderem Drogenhandel und das Verletzen von Sicherheitsvorschriften im Topo-Chico-Gefängnis in Monterrey im Bundesstaat Nuevo León vorgeworfen, teilten die Behörden am Wochenende mit. Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Häftlingsgruppen war ein Streit um die Vorherrschaft in dem Gefängnis.

Von Häftlingen betriebene Bar

Der Chef des Zeta-Drogenkartells, Iván Hernández Cantú, habe in seiner Zelle ein King-Size-Bett, einen riesigen Flachbildfernseher und ein Luxusbad gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zudem sei zum Zeitpunkt des Aufstands eine Frau bei ihm gewesen.

Auch eine von Häftlingen betriebene Bar gab es in dem Gefängnis, wo Zellen auch über Kühlschränke, Klimaanlagen, Aquarien und mobile Saunen verfügten. Dies alles sei beschlagnahmt worden, teilten die Behörden mit. «Alle diese Privilegien gehören der Vergangenheit an», sagte ein Behördenvertreter.

Im dem Gefängnis waren zum Zeitpunkt des Aufstands 3800 Häftlinge, das sind 35 Prozent mehr als vorgesehen. Mexikos Gefängnisse sind chronisch überfüllt und wegen der häufigen Gewaltexzesse berüchtigt.

(sda/cfr/chb)

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