Mehr als 100 Jahre nach dem Mafiamord an einem New Yorker Polizisten ist der Fall aufgeklärt. Joe Petrosino, der 1909 zu Ermittlungen über Unterwelt-Verbindungen zwischen Italien und den USA nach Sizilien gereist war, wurde von einem Killer der Cosa Nostra erschossen.

Das ergibt sich nach Angaben der italienischen Behörden aus den Ermittlungsakten für eine Grossrazzia am Montag gegen mutmassliche Mafiosi.

Die Behörden berufen sich auf die Tonband-Aussagen des 29-jährigen Domenico Palazzotto, der bei der Grossaktion ebenfalls festgenommen wurde. Darin brüstet sich Palazzotto damit, dass sein Onkel Paolo den US-Polizisten auf Befehl von Boss Vito Cascio Ferro erschossen habe.

Freigesprochen wegen Mangel an Beweisen

Zwar wurde nach dem Mord Klage gegen mehr als zwei Dutzend Verdächtige erhoben. Doch sie wurden alle 1911 aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Palazzotto starb 1958. Der Polizist Joe Petrosino, ein Freund von US-Präsident Theodore Roosevelt, wurde nach dem Mord mit Staatsakten in Italien und den USA gewürdigt.

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(sda/chb)